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German Sail Training Union nimmt Stellung zum Entwurf der Sicherheitsrichtlinie des BMVI

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur veröffentlichte am 26. August 2016 den Entwurf einer neuen Schiffssicherheitsrichtlinie, der ab 01. Januar 2017 in Kraft treten soll. Das löste einen Aufschrei unter Eignern und Betreibern von Traditionsschiffen aus. Die Mitgliedsvereine des German Sail Training Union e.V., zu denen einige der größten Eignervereine von Sail-Training Schiffen aus Deutschland gehören, wollen gemeinsam gegen diesen Entwurf vorgehen.

Die in der neuen Richtlinie geforderten Ausbildungen für Besatzungsmitglieder sind unmöglich umzusetzen, da Traditionsschiffe überwiegend von ehrenamtlich tätigen Menschen betrieben und instand gehalten werden. Darüber hinaus müssten Schiffe baulich so verändert werden, dass sie ihren ursprünglichen Charakter verlieren könnten. Die verlangten Umbauten und Umstrukturierungen stellen Betreiber und die als gemeinnützig anerkannten Eignervereine vor unlösbare Aufgaben und verursachen einen finanziellen Mehraufwand, der den Erhalt unserer maritimen Kulturgüter gefährdet.

„Der Entwurf der neuen Sicherheitsrichtlinie ist eine Gefahr für den Bestand der Traditionsschifffahrt insgesamt und damit auch der unter deutscher Flagge fahrender Segelschulungsschiffe“ so Michael Saitner, Vorstandsvorsitzender der GSTU.

„Die Zukunft der Traditionsschiffe unter deutscher Flagge ist gefährdet und schon bald wäre das maritime Kulturerbe um einen gesellschaftlich relevanten Faktor ärmer. Für unsere Häfen sind die Traditionsschiffe zudem touristisch und wirtschaftlich von Bedeutung“ ist in einer Pressemitteilung der Gemeinsamen Kommission für historische Wasserfahrzeuge (GSHW), zu lesen.

Auch maritime Großveranstaltungen wie die Hanse Sail Rostock, die Kieler Woche oder der Hamburger Hafengeburtstag würden an Attraktivität verlieren, wenn deutliche weniger traditionelle Schiffe als Hauptakteure der Veranstaltungen teilnehmen könnten.

Derzeit wird in Zusammenarbeit mit der GSHW eine Stellungnahme vorbereitet und konkrete Änderungsvorschläge zum aktuellen Entwurf aufgezeigt. Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Vorsitzenden Michael Saitner unter m.saitner@gstu.de.

 

GSTU Pressemitteilung Sicherheitsrichtlinie BMVI

GSTU Stellungnahme zum SIRI Entwurf des BMVI (08.10.2016)

German Sail Training Union e.V. gegründet

Sail Training Schiffe und Vereine schließen sich zu einer Dachorganisation zusammen, um gemeinsam für den Erhalt traditioneller Schifffahrt und Sail Training einzutreten.

Am „European Maritime Day“ am 20.05.2015 wurde der German Sail Training Union e.V. (GSTU) gegründet.
Insgesamt neun Vereine, deren gemeinsames Interesse der Erhalt traditioneller Schiffe, maritimer Traditionen und die Vermittlung sozialer Kompetenzen ist, kamen in der Hansestadt Rostock zur Gründungsveranstaltung zusammen.
Der Vereinsgründung vorausgegangen ist ein intensiver Einigungsprozess, der von den größten in Deutschland operierenden Sail Training Schiffen und dem Hanse Sail Verein initiiert wurde und nun zu dem breiten Zusammenschluss des neuen Vereins geführt hat. Die German Sail Training Union soll als gemeinnütziger Verein ins Vereinsregister der Hansestadt Rostock eingetragen werden.

Zu den Initiatoren zählen der Hanse Sail Verein zur Förderung traditioneller Schifffahrt in der Ostsee, der Segelschiff “Thor Heyerdahl” e.V. (Kiel), LebenLernen auf Segelschiffen (Eckernförde, „Roald Amundsen“) und Clipper Deutsches Jugendwerk zur See (Hamburg, u.a. „Amphitrite“).

Zu den Gründungsmitgliedern zählen außerdem der Förderverein Rahsegler „Greif“ (Greifswald), der Traditionssegler „Fridtjof Nansen“ e.V. (Hamburg), die GSHW Gemeinsame Kommission für historische Wasserfahrzeuge (Hamburg), der Verein Tall-Ship Friends Deutschland (Hamburg) und die DSST Deutsche Stiftung für Sail Training (Bremerhaven, „Alexander von Humboldt II“).

Ziel des neuen Vereins ist es u.a., gemeinsame Aktivitäten der Mitglieder zu fördern und zu unterstützen und den Gedanken des Sail Training zu stärken.
Es geht um die Vermittlung sozialer Kompetenz und die Erlangung traditioneller, seemännischer Fähig- und Fertigkeiten an Bord der Segelschiffe. Die ehrenamtlichen tätigen Vereinsmitglieder und die Crews der Schiffe möchten darüber hinaus einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten.

Die GSTU versteht sich als eine Dachorganisation und will Kräfte bündeln, Förderer gewinnen und Mittel einwerben, um die vielfältigen und wertvollen Aktivitäten der Mitglieder zu unterstützen. Die in der GSTU zusammengeschlossenen Vereine vereinigen insgesamt 10.000 Einzelmitglieder hinter sich.

Zum ersten Vorsitzenden des GSTU e.V. wurde der Kieler Jurist Michael Saitner gewählt. Dem Vorstand gehören daneben Uli Komorowski als stellvertretender Vorsitzender und Niko Kern als Schatzmeister an.

„Die Hauptaufgabe der GSTU ist es, eine Bündelung der gemeinsamen Interessen der Sail Training Schiffe vorzunehmen, Kooperationen der Vereine zu fördern und mit einer starken Stimme auf nationaler und internationaler Ebene für die Belange der Mitglieder zu sprechen.
Ich bin der festen Überzeugung, dass nur durch eine starke Gemeinschaft dauerhaft das Überleben der Sail Training Schiffe und die hohe Qualität unserer Arbeit auf See bewahrt werden kann.“, so Michael Saitner.

 
Pressesprecher

Danielle Zimmermann

Tel.: +49 (0) 381 381 29 53
Email: danielle.zimmermann@rostock.de

Allgemeiner Pressekontakt

German Sail Training Union e.V.
c/o Büro Hanse Sail

Warnowufer 65
D-18057 Rostock

phone: +49 (0) 381 381 2950
fax: +49 (0) 381 381 2990
email: office@gstu.de

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